Verabschiedungen 2017

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170728 Verabschiedung4 9401 400Verabschiedung von Lehrkräften aus der Keimelschule

Auch am Ende des Schuljahres 2016/17 verlassen einige Lehrkräfte die Georg-Keimel-Mittelschule Elsenfeld - um in den Ruhestand zu gehen, ...

... in ein anderes Bundesland zu wechseln oder weil der Vertrag beendet ist.


Anlässlich der Abschlusskonferenz am 28. Juli verabschiedeten Schulleiter Harald Frankenberger und sein Kollegium die verdienten Lehrkräfte. Auch Bürgermeister Matthias Luxem ließ es sich nicht nehmen, den Pädagogen persönlich den Dank der Marktgemeinde Elsenfeld für die nicht immer einfache Arbeit zum Wohl der Elsenfelder Schülerinnen und Schüler auszusprechen. Ein guter Tropfen Rücker Wein sollte helfen, den Abschied aus der Keimelschule zu erleichtern und eine angenehme Erinnerung an die Marktgemeinde zu behalten.

Lehrerin Ursula Becker befindet sich zwar bereits seit Februar in der Freistellungsphase der Altersteilzeit, die offizielle Verabschiedung wurde nun jedoch zum Schuljahresende durchgeführt. Frau Becker wechselte nach langjähriger Tätigkeit an der Herigoyen-Schule Sulzbach im Jahr 2007 nach Elsenfeld und war hier überwiegend als Klassenlehrerin in M-Klassen eingesetzt. Dort brachte sie ihre große Erfahrung und Kompetenz unter anderem bei den zahlreichen Abschlussprüfungen in der M10 ein. Daneben wirkte sie als Sportbeauftragte sowohl an der Schule als auch überregional bei Sportveranstaltungen mit. Ein besonders großes Dankeschön sprach der Schulleiter Frau Becker dafür aus, dass sie auch in der Freistellungsphase als Begleitperson an den Abschlussfahrten der M10 nach Irland und der neunten Klassen nach Italien teilnahm und diese dort kompetent zusammen mit den Klassenlehrkräften betreute. Wie man hört, soll sie auch im kommenden Schuljahr erneut als Begleiterin bei Klassenfahrten angefragt werden.

Lehrerin und Beratungslehrerin Hanna Haffke fiel es am letzten Schultag sichtlich schwer, die Keimelschule zu verlassen. Schon das Referendariat leistete sie zum größten Teil in Elsenfeld ab und war anschließend als Klassenleiterin eingesetzt, oft im Schulhaus Rück in 5. und 6. Klassen. Frau Haffke hatte nun jedoch die Chance erhalten, in Seligenstadt und damit in ihrem Heimat-Bundesland Hessen eine Planstelle zu bekommen. Dadurch ist sie viel näher an der Familie berufstätig, als dies in Elsenfeld der Fall war. An der Keimelschule und im Landkreis Miltenberg war die Lehrerin nicht nur als Lehrkraft und Beratungslehrerin, sondern auch als Schulpsychologin sehr erfolgreich tätig. Nicht nur die Elsenfelder Mittelschule verliert mit ihr eine ausgezeichnete Lehrerin und Ansprechpartnerin, sondern der gesamte Schulamtsbezirk muss nun auf ihre schulpsychologische Kompetenz verzichten.

Frau Rosanna Berres als angestellte Lehrkraft hatte der Keimelschule aus einer schwierigen Situation geholfen, nachdem im Februar dieses Jahres die angestellte Lehrerin Merve Yol eine Planstelle in Rai-Breitenbach (Hessen) erhalten konnte. Ein solcher Wechsel in ein anderes Bundesland während des Schuljahres bringt das bayerische Schulsystem anscheinend erheblich durcheinander; deshalb war man in der Keimelschule sehr froh, dass es dem Schulamt gelang, Frau Berres mit 1. Staatsexamen frisch von der Universität bis zum Schuljahresende zu verpflichten. Als gerade noch Studierende musste sie sich ohne große Unterrichtserfahrung einer nicht ganz einfachen und munteren siebten Regelklasse stellen - und sie erarbeitete sich sehr schnell großen Respekt, Autorität und das Vertrauen ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Erwartungen, die Schulamt und Schulleitung in sie gesetzt hatten, konnte Frau Berres voll und ganz erfüllen. Dadurch konnte sie vieles von dem bereits anwenden, was sie in den nun folgenden zwei Seminarjahren lernen wird und hat in Verbindung mit ihrem pädagogischen Talent beste Voraussetzungen für einen sehr erfolgreichen Weg in den Lehrerberuf.

Frau Julia Müller, Lehrerin auf Arbeitsvertrag, hätte zum Schuljahresende eigentlich auch verabschiedet werden sollen. Aber manchmal kommt es anders, als man denkt …
Frau Müller kam zu Schuljahresbeginn von der Grund- und Mittelschule Eschau auf Empfehlung des Schulamts und des dortigen Rektors an die Keimelschule. Man ließ sie aus Eschau nicht gerne ziehen - und nun wissen wir auch, wieso. In Elsenfeld wurde mit der Neueinrichtung der Übergangsklasse für Schüler ohne Deutschkenntnisse - nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für Zuzüge aus dem europäischen Ausland - dringend eine Lehrkraft mit Kenntnissen und Erfahrung in "Deutsch als Zweitsprache" gesucht. Leider stand im Schulamtsbezirk kein Mittelschullehrer dafür zur Verfügung. Frau Müller als ausgebildete Fachlehrerin für Ernährung und Gestaltung hatte sich Wissen und Kompetenz dafür in Eigeninitiative erworben und in Eschau bereits in der Praxis umgesetzt. Mit der Leitung der Ü-Klasse in Elsenfeld übernahm sie eine große Verantwortung und eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die sie mit außerordentlichem Engagement und großem Aufwand hervorragend erfüllte - ohne das dies vom Staat entsprechend der Aufgabe honoriert worden wäre.
Umso größer war die Freude, als Rektor Frankenberger ihr die kurz zuvor aus dem Schulamt eingetroffene Nachricht verkünden konnte, dass sie im Schuljahr 2017/18 eine Planstelle als Fachlehrerin EuG, also ihrem eigentlichen Fachgebiet, erhält. Noch dazu bleibt ihre Stammschule die Keimelschule Elsenfeld, von wo aus Frau Müller als Mobile Reserve eingesetzt sein wird.

Noch ist nicht entschieden, ob dies alle Versetzungen zum kommenden Schuljahr sein werden. Die Stundenversorgung für die Schulen im Landkreis Miltenberg ist trotz der erfreulichen Meldungen über weniger Versetzungen von Junglehrern sehr schwierig, so dass an der Keimelschule Elsenfeld wahrscheinlich deutlich weniger Lehrerstunden zur Verfügung stehen werden, als Lehrkräfte eingesetzt werden können.

Text: Frankenberger / Foto: Klein

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Julia Müller, Rosanna Berres, Hanna Haffke, Ursula Becker, Rektor Harald Frankenberger

   
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